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Gleichstellungspreis 2007

v. li n. re.: Preisträgerin Prof. Dr. Renate Wittern-Sterzel und Rektor Karl-Dieter Grüske (Foto: SG Öffentlichkeitsarbeit) Preisträgerin Prof. Dr. Renate Wittern-Sterzel

 

Mit dem Gleichstellungspreis der Friedrich-Alexander-Universität, der von der Hochschulleitung seit 2005 vergeben wird, wurde 2007 Frau Prof. Dr. phil. Dr. med. habil. Renate Wittern-Sterzel vom Institut für Geschichte und Ethik der Medizin ausgezeichnet.

Die Auszeichnung würdigt das Wirken von Frau Wittern-Sterzel, die sich fast zwei Jahrzehnte intensiv und mit viel Engagement in ihren verschiedensten Ämtern und Funktionen für die Gleichstellung von Frauen und Männern an der Universität eingesetzt hat.

Als erste Frau, die das neu geschaffene Amt der Frauenbeauftragten von 1989 bis 1991 innehatte, leistete Frau Wittern-Sterzel mühevolle und wichtige Pionierarbeit auf dem Feld der universitären Gleichstellungspolitik. Nicht nur verschaffte sie durch ihren Einsatz und ihrer Persönlichkeit dem Amt der Frauenbeauftragten Respekt, sie trug auch dazu bei, die Gleichstellungspolitik an der Universität zu institutionalisieren und Defizite im Bereich der Gleichstellung - oder anders ausgedrückt die marginalisierte Situation von Frauen im Wissenschaftsbetrieb - zu dokumentieren und publik zu machen.

Auch in ihrer späteren Tätigkeit als Prorektorin der Universität von 2002 bis 2006 leistete Frau Wittern-Sterzel kontinuierlichen, nachhaltigen und engagierten Einsatz  für die universitäre Gleichstellungspolitik. Dieses fortwährende Engagement beeindruckte auch Rektor Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske: „Sie haben durch Ihre intellektuelle Präsenz die Sache der Frauen unnachahmlich vertreten", lobte er Frau Wittern-Sterzel anlässlich der Preisverleihung.

Durch die zahlreichen von Frau Wittern-Sterzel initiierten und unterstützten Projekten, eröffneten sich durch ihr Engagement neue Wege zur Erreichung von mehr Chancengleichheit. Beispielhaft zu nennen, sind hier:

  • AG Chancengleichheit, in der sich Frau Wittern-Sterzel von 2003 bis 2009 als Vorsitzende engagierte
  • Gleichstellungspreis (seit 2009 Renate-Wittern-Sterzel-Preis) der Universität, den Frau Wittern-Sterzel 2005 ins Leben rief und für welchen sie im Jahr 2005 das Preisgeld stiftete
  • Verankerung des Genderaspekts in den neuen Studiengängen
  • Einführung geschlechtergerechter Sprache
  • Einführung des Präsidialfonds für Gleichstellungsmaßnahmen sowie der Zielvereinbarungen zur Erhöhung des Frauenanteils in der Wissenschaft
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf/Wissenschaft, Gründungs- und Fördermitglied des Fördervereins Familie und Wissenschaft e.V.
  • Emmy-Noether-Vorlesung

Das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro wurde von unserer Universitätsleitung gestiftet. Frau Prof. Dr. Dr. Wittern-Sterzel spendete das Preisgeld dem Förderverein Familie und Wissenschaft e.V..