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Prof. Dr. h.c. Jutta Allmendinger Ph.D.: Sind die Besten wirklich die Besten? Wettbewerb und Chancengerechtigkeit auf dem Prüfstand

Jun 07
7. Juni 2018 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr
Senatsaal (1.011), Kollegienhaus, Erlangen

Emmy-Noether-Vorlesung 2018

Die Mathematikerin Emmy Noether (1882-1935) war eine der ersten Frau- en, die an der Erlanger Universität studierten. Mit 25 Jahren erlangte sie die Doktorwürde. Erst zwölf Jahre später wurde ihr an der Universität Göttingen die Lehrbefugnis erteilt. Die Nazis entzogen Emmy Noether, die jüdischer Abstammung war, 1933 die Lehrberechtigung. Die Mathematikerin emigrierte in die USA, wo sie zwei Jahre später starb. Mit der Vorlesung erinnert die FAU an den Tag, an dem Emmy Noether ihre hart erkämpfte Zulassung als Dozentin an einer Hochschule erhielt – den 5.06.1919 – und stellt Frauen vor, die heute erfolgreich als Wissenschaftlerinnen arbeiten.

Dieses Jahr wird die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung, Prof. Dr. h.c. Jutta Allmendinger Ph.D., die Vorlesungsreihe fortsetzen. Ihr Vortag widmet sich dem Problem, dass trotz des bestehenden Drucks, Frauen einen angemessenen Platz im Wissenschaftssystem zu geben sowie impliziter Frauenquoten in vielen Hochschulgremien, Frauen bei hochrangigen Auszeichnungen wie dem Leibnitz-Preis weit unterproportional vertreten sind. Die Referentin wird sich im Vortrag damit auseinandersetzen ob die implizite Quotierung zu Lasten der Exzellenz geht, das Postulat der Chancengerechtigkeit gar überdehnt wurde oder ob das Wissenschaftssystem an Exzellenz verliert, wenn es Frauen nicht mit hohen Preis- und Fördersummen ausstattet und damit auch mit Zeit und Freiheit. Weitere Informationen zum Vortrag und zur Referentin finden sie hier (PDF).< https://www.gender-und-diversity.fau.de/files/2018/03/Flyer_Emmy_Noether_2018_web-1.pdf>

Die Vorlesung findet statt am 07.06.2018 um 18:00 im Senatssaal des Kollegienhauses (Raum 1.011, Universitätsstr. 15, 91054 Erlangen).