Selbstverpflichtungen

Chancengleichheit in Selberverpflichtungen

Das Ziel der Chancengleichheit ist im Leitbild der FAU verankert: „Ein wichtiges Ziel der FAU ist die Chancengleichheit für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Niemand wird auf Grund des Geschlechts, der Nationalität, des religiösen Bekenntnisses, der sozialen Herkunft oder einer Behinderung benachteiligt. Die FAU strebt die Balance zwischen Studium, Beruf und Familie an.“

Das Leitbild Lehre und Studium präzisiert die übergreifenden Profillinien des Leitbildes der FAU durch die Benennung von strategischen Zielvorgaben, so auch für die Bereiche Gender und Diversity: „Die FAU ermöglicht mit speziellen Angeboten das Studium für Studierende mit alternativen Bildungswegen und berücksichtigt hierbei gender- und diversitätsspezifische Anforderungen und die Herausforderungen einer sich wandelnden Gesellschaft.“

Als Bestandteil der Qualitätssicherung in der Forschung verfolgt die FAU aktiv und die Einhaltung der Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der DFG von 2008 bzw. 2017, indem sie durchgängig, transparent, wettbewerbsfähig, zukunftsorientiert und kompetent für Gleichstellung Sorge trägt. Im März 2009 vereinbarte die Universitätsleitung Zielvereinbarungen mit der DFG in Bezug auf deren Forschungsorientierte Gleichstellungsstandards die Durchführung gezielter Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern in Wissenschaft und Forschung. 2010 zertifizierte die DFG in ihrem Zwischenbericht, dass die FAU ein überzeugendes Gesamtkonzept umgesetzt hat (Implementierungsstadium 3+). Im Abschlussbericht 2013 bestätigte die DFG, dass die FAU auch nach der Zwischenevaluierung zahlreiche weitere Maßnahmen implementiert sowie Zielvorgaben gemacht hat.

Für die Umsetzung der Standards stellt die DFG Modellbeispiele als Anregungen für die Praxis in Form eines Instrumentenkastens im Internet bereit, in denen sieben Maßnahmen der FAU aufgeführt sind. Davon sind zwei Maßnahmen als „innovatives Modellbeispiel“ gekennzeichnet.

Zur besseren Vernetzung sowie zur zweckmäßigen und richtliniengemäßen Verwendung von DFG-Gleichstellungsmitteln wurde 2012 das Netzwerk Forschungsverbünde der FAU Erlangen-Nürnberg zur Förderung der Gleichstellung (F³G) gegründet. Neben dem Erfahrungsaustausch zu bestehenden Einzelmaßnahmen bietet der F³G die Möglichkeit, neue Maßnahmen für Forschungsverbünde gemeinsam zu entwickeln.

Das übergreifende Instrument der FAU zur Erhöhung des Frauenanteils in der Wissenschaft sind die seit 2005 abgeschlossenen Zielvereinbarungen zwischen der Universitätsleitung und den Fakultäten. Diese Zielvereinbarungen basieren auf den strukturellen und personellen Gleichstellungsstandards der DFG, fakultäts- bzw. departmentspezifischen Statistikkennzahlen sowie dem Kaskadenmodell (Zielzahlen der Fakultäten 2018-2022 vgl. …). Diese Zielvereinbarungen, welche die FAU als erste Universität in Bayern im Bereich der Frauenförderung eingesetzt hat, haben sich als wirkungsvolles hochschulrechtliches Instrument zur Umsetzung der Gleichstellung von Männern und Frauen erwiesen. Mit innovativen Maßnahmen werden exzellente Nachwuchswissenschaftlerinnen auf dem Weg zur Professur gefördert.

Die Verstärkung der Frauenförderung ist auch im „Innovationsbündnis Hochschule 2018“, das mit dem Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (StMBKWK) abgeschlossenen wurde, verankert. Diese Zielvereinbarung dient grundsätzlich dazu, die Leistungsfähigkeit der bayerischen Hochschulen zu sichern.

Die FAU unterstützt den konstruktiven Umgang mit Diversität und wirkt zugleich Diskriminierungen entgegen, indem sie Vielfalt als Chance und Potenzial für ihre Wettbewerbs-, Innovations- und Zukunftsfähigkeit begreift. Mit diesem Verständnis hat sie im Jahre 2012 die Charta der Vielfalt unterzeichnet. Sie bekräftigt damit Diversity Management als Kernaufgabe ihrer Hochschulentwicklung sowie als Leitprinzip auf allen Planungs- und Entscheidungsebenen, auf denen Gender-Kompetenz ergänzt wird durch Diversity-Kompetenz.

Zur Entwicklung eines strategischen Gesamtkonzepts für das Diversity Management und zur Bündelung von bestehenden Projekten und Maßnahmen nutzt die FAU das Diversity Audit „Vielfalt gestalten“ (2016-2018). In diesem Zuge werden Strukturen, Angebote, Instrumente und Maßnahmen für vor allem unterrepräsentierte Studierendengruppen konzipiert, um diese Gruppen stärker in den Hochschulalltag zu inkludieren und zum Studienerfolg zu führen. Die FAU hat im Rahmen des Audits ihren Fokus auf das Handlungsfeld „interne Kommunikation und Partizipation“ gelegt. Sie verspricht sich dadurch weitere wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung bereits angestoßener Maßnahmen und Initiativen innerhalb der FAU.

Die Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie hat in den Bereichen Gender und Diversity im Dezember 2012 auf Grundlage einer Stärken-Schwächen-Analyse ein Gleichstellungskonzept zur Umsetzung von Geschlechtergerechtigkeit und zur Würdigung und Förderung von Vielfalt unter Studierenden und Lehrenden verabschiedet. Das im Dezember 2015 beschlossene Diversity-Konzept der Philosophischen Fakultät und Fachbereich Theologie zielt explizit auf die Wahrnehmung, Wertschätzung und Förderung von differenten Lebenslagen und Potenzialen aller Fakultätsangehörigen. Es dient der Entwicklung von Strategien und Maßnahmen, der Identifikation von Entwicklungszielen und der Verankerung von Leitlinien der Fakultät. Zu deren Umsetzung definiert das Konzept vier Handlungsfelder: 1) Diversity in Forschung und Lehre, 2) Diversity in der Lehrer*innenbildung, 3) Diversity und Migration: Förderung von Studierenden mit Migrationshintergrund und 4) Diversity im Bereich der Serviceangebote.

Zur Schaffung und Weiterentwicklung eines familienfreundlichen Universitäts- und Arbeitsklimas nutzte die FAU den Zertifizierungsprozess „audit familiengerechte hochschule“ (2008-2017). Um den erreichten Status quo der Familienfreundlichkeit im internen und externen konstruktiven Austausch stetig weiterzuentwickeln, wurde zum einen der im Jahr 2016 von der Kommission Chancengleichheit verabschiedete „Code of Conduct – familienfreundliche FAU“ formuliert. Darin legt die FAU ihre grundlegenden familienpolitischen Werte, familienbewussten Visionen und hochschulinternen Standards fest. Zum anderen unterzeichnete die FAU im September 2016 die Charta „Familie in der Hochschule“ und ist dem gleichnamigen Best Practice Club beigetreten. Die FAU bekennt sich damit zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung als Bildungs- und Lebensort, an denen die Vereinbarkeit von Studium und Beruf mit Familienaufgaben gelebt wird und selbstverständlich ist.