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Emmy-Noether-Vorlesungen

Über die Vorlesungen

Mit der Emmy-Noether-Vorlesung, die von der Kommission Chancengleichheit an der Universität Erlangen-Nürnberg initiiert wurde, will die Hochschule an die große Erlanger Mathematikerin und Begründerin der modernen axiomatischen Algebra erinnern. Die Vorlesung findet jedes Jahr Anfang Juni statt und soll an den Tag erinnern, an dem Emmy Noether ihre hart erkämpfte Zulassung als Privatdozentin an einer Hochschule erhielt – den 5. Juni 1919. Die Mathematikerin Emmy Noether (1882-1935) war eine der ersten Frauen, die an der Erlanger Universität studierte. Mit 25 Jahren erlangte sie die Doktorwürde. Doch erst 1919 wurde ihr an der Universität Göttingen die Lehrberechtigung erteilt. Dort arbeitete sie bis 1923 ohne Lohn, dann erst verdiente sie als Dozentin ohne Festanstellung ihr eigenes Geld. Die Nazis entzogen Emmy Noether, die jüdischer Abstammung war, im Jahr 1933 die Lehrbefugnis. Die Mathematikerin emigrierte in die USA, wo sie zwei Jahre später starb.

 

Aktuell: Emmy-Noether-Vorlesung am 07.06.2018

Prof. Dr. h.c. Jutta Allmendinger Ph.D.: Sind die Besten wirklich die Besten? Wettbewerb und Chancengerechtigkeit auf dem Prüfstand

Dieses Jahr wird die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung, Prof. Dr. h.c. Jutta Allmendinger Ph.D., die Vorlesungsreihe fortsetzen. Ihr Vortag widmet sich dem Problem, dass trotz des bestehenden Drucks, Frauen einen angemessenen Platz im Wissenschaftssystem zu geben sowie impliziter Frauenquoten in vielen Hochschulgremien, Frauen bei hochrangigen Auszeichnungen wie dem Leibnitz-Preis weit unterproportional vertreten sind. Die Referentin wird sich im Vortrag damit auseinandersetzen, ob die implizite Quotierung zu Lasten der Exzellenz geht, das Postulat der Chancengerechtigkeit gar überdehnt wurde oder ob das Wissenschaftssystem an Exzellenz verliert, wenn es Frauen nicht mit hohen Preis- und Fördersummen ausstattet und damit auch mit Zeit und Freiheit. Weitere Informationen zum Vortrag und zur Referentin finden sie hier (PDF).

Die Vorlesung findet statt am 07.06.2018 um 18:00 im Senatssaal des Kollegienhauses (Raum 1.011, Universitätsstr. 15, 91054 Erlangen).

Überblick über vergangene Vorlesungen

Die Emmy-Noether-Vorlesung 2017 wurde von der Soziologin und Inhaberin des Lehrstuhls für Soziologie/Soziale Ungleichheit und Geschlecht an der Fakultät für Sozialwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum, Prof. Dr. Heike Kahlert gestaltet. Die Vorlesung fand unter dem Titel „Wissenschaft als Lebensform? Karrierenormen kritisch betrachtet“ am 22.06.17 um 18 Uhr (s.t.) im Hörsaal C (Kochstr. 4, 91054 Erlangen) statt.

2016 fand die Vorlesung aufgrund einer Kooperation mit dem Bereich Wirtschaftswissenschaften erst am 15. Dezember 2016 um 18:00 Uhr s.t. im easyCredit-Hörsaal, Lange Gasse 20 in Nürnberg statt. Prof. Dr. Isabel Schnabel von der Uni Bonn und Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (die „Fünf Wirtschaftsweisen“) hielt einen Vortrag zu folgendem Thema: „Zeit für Reformen in Deutschland und Europa – Das Jahresgutachten 2016/17“

Die Vorlesungsreihe wurde 2015 mit einem Vortrag der Leiterin des Lehrstuhls für Fertigungstechnologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Prof. Dr.-Ing. habil. Marion Merklein, fortgesetzt. Der Titel des Vortrags lautete: „Umformtechnik im Wandel der Zeit“. Die Vorlesung fand am 16. Juni 2015 um 18.00 Uhr s.t. in der Aula des Erlanger Schlosses, Schlossplatz 4 (2. Stock), statt.

Die Emmy-Noether-Vorlesung 2014 fand am 25. Juni 2014 statt. Die ehemalige Vizepräsidentin und Professorin für Englische Literaturwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), Prof. em. Dr. Ina Schabert, referierte über „Shakespeares Hamlet und die Frauen: Rezeptionsgeschichte als Emanzipationsgeschichte“.

Im Jahr 2013 referierte die Lehrstuhlinhaberin für Islamisch-Religiöse Studien mit praktischem Schwerpunkt Prof. Dr. Maha El Kaisy-Friemuth. Der Titel ihrer Vorlesung lautete: „Die Entwicklung der Stellung der Frau im Islam“. Die 10. Emmy-Noether-Vorlesung fand statt am 06. Juni 2013 um 18:00 Uhr s.t. in der Aula des Erlanger Schlosses.

Am 6. Juni 2012 trug die Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträgerin Prof. Dr. Christine Silberhorn, Inhaberin des Lehrstuhls für Angewandte Physik, Integrierte Quantenoptik der Universität Paderborn, zum Thema „Quantenlicht als Informationsträger: eine neue Technologie zur Kommunikation und Informationsverarbeitung“ vor.

Im Jahr 2011 hielt die Frauenbeauftragte der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg, Prof. Dr. Martina de Zwaan, Leiterin der Psychosomatischen und Psychotherapeutischen Abteilung der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg, im Rahmen der Emmy-Noether Vorlesung am 9. Juni 2011 um 18.00 Uhr einen Vortrag zum Thema „Diagnostik und Therapie der Essstörungen: eine psychosomatische Herausforderung“.

Die Emmy-Noether-Vorlesung 2010 zum Thema „Ehe und Familie – Ideal und Wirklichkeit“ fand am 8. Juli, um 18.00 Uhr in der Aula des Schlosses statt. Vortragende war  Prof. Dr. Jutta Limbach, Professorin für Rechtswissenschaften, 1994 – 2002 Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts, 2002 – 2008 Präsidentin des Goethe-Instituts.

Die Emmy-Noether-Vorlesung 2009 fand am 18. Juni 2009 statt. Vortragende war Frau Prof. Regine Riphahn, Ph.D., Leiterin des Lehrstuhls für Statistik und empirische Wirtschaftsforschung am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät unserer Universität. Sie trug vor zum Thema: „Die Bedeutung des Elternhauses für den Übergang zum Studium“.

2008, das Jahr der Mathematik, gab Anlass, einer breiteren Öffentlichkeit Verständnis für Leben und Werk der „berühmtesten Mathematikerin“ zu vermitteln. Mit dem Vortrag „Emmy Noether- Mathematikerin mit hellem Blick in dunkler Zeit“ referierte Prof. Knut Radbruch aus Kaiserslautern über das Leben und Forschen der bedeutenden Mathematikerin am 4. Juni 2008 in der Aula des Erlanger Schlosses.

2007 lautete das Thema der Vorlesung:’Fragmente einer Sprache der Liebe‘? Sprachutopie und Diskurskritik in Ingeborg Bachmanns Roman ‚Malina‘, Referentin war Prof. Dr. Christine Lubkoll vom Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturgeschichte.

Die Vorlesungsreihe wurde 2006 fortgesetzt von Prof. Dr. Dr. h.c. Ursula Lehr, führende Wissenschaftlerin auf dem Gebiet der Erforschung des Alterns und Bundesministerin a.D. Der Vortrag lautete „Alt und Jung in Zeiten des demographischen Wandels“ (Pressemitteilung Mai 2006)

Die Emmy-Noether-Vorlesung 2005, die zum ersten Mal an der Universität Erlangen- Nürnberg stattfand, stand unter dem Motto „Ein Blick in den Weltraum mit dem Neutrinoteleskop ANTARES“. Prof. Dr. Gisela Anton, Inhaberin des Lehrstuhls für Experimentalphysik, hat in ihrem Vortrag darüber berichtet, wie sich mit Hilfe von Neutrinos – winziger Elementarteilchen, die durch das All rasen – die Beschaffenheit des Alls erforschen lässt. (Pressemitteilung Mai 2005)