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Digitale Barrierefreiheit

Menschen mit Beeinträchtigungen müssen auf die Inhalte von FAU-Webseiten oder Dokumente der Universität zugreifen können. Daher ist es wichtig, dass auch diese barrierefrei gestaltet sind. Wenn Sie ein paar einfache Dinge berücksichtigen, tragen Sie Wichtiges dazu bei, dass Menschen mit Behinderungen am Universitätsleben teilhaben können: Wenn Sie zum Beispiel Word oder WordPress verwenden, ist es nur ein kleiner Schritt, um Dokumente und Webseiten barrierefrei anzubieten zu können oder die Barrierefreiheit Ihrer Informationen zu überprüfen. Auf diesen Seiten finden Sie Hinweise zur Verbesserung der digitalen Barrierefreiheit an der FAU, auch gibt es eine Kurzanleitung im PDF-Format mit den hier angeführten Informationen und Tipps.
Beratung
Diese Beratungsstellen stehen an der FAU zum Thema „digitale Barrieferfreiheit“ zur Verfügung:
Digitale Barrierefreiheit / Barrierefreiheit in Webauftritten der FAU
Bei außergewöhnlichen Fragen zu Office-Produkten verweist das Rechenzentrum ggf. auf geeignete Ansprechpersonen, da der originäre Schwerpunkt des RRZE auf Webanwendungen und -auftritten liegt.
Kurzanleitung zur Verbesserung der digitalen Barrierefreiheit an der FAU
Rechtliche Situation
Die Bayerische E-Government-Verordnung (BayEGovV) gibt vor, dass Webauftritte, Webanwendungen und Dokumente aus Büroanwendungen (u. a. PDFs), die bereits vor dem 30. September 2018 veröffentlicht wurden, bis zum 30. September 2020 barrierefrei sein mussten. (www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayBITV)
Als Basis dient hierzu auch die EU-Richtlinie 2016/2102 über den barrierefreien Zugang zu Websites und mobilen Anwendungen öffentlicher Stellen, die 2016 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht wurde. Aus der EU-Richtlinie lässt sich ableiten, dass „neue“ Webauftritte, Webanwendungen und digitale Dokumente bereits seit zwei Jahren der Rechtsnorm zu folgen haben. In Bayern wurde am Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung die Durchsetzungs- und Überwachungsstelle für die Barrierefreiheit von Websites und mobilen Anwendungen eingesetzt. Sie ist zugleich Beschwerdestelle für Personen, die durch nicht standardkonforme Webauftritte und Webanwendungen diskriminiert werden. Um die zeitnahe Umsetzung der Barrierefreiheit von Websites und mobilen Anwendungen an der FAU so gut wie möglich zu unterstützen, wurde vom Büro für Gender und Diversity (BGD) gemeinsam mit der Schwerbehindertenvertretung (SBV) und dem Rechenzentrum (RRZE) diese Kurzanleitung erstellt.Sie leistet Hilfestellung bei einer funktionalen Umsetzung der rechtlichen Vorgaben.

Maßnahmen Neue Dokumente mit Textverar-beitungssoftware erstellen(MS Word, Libre Office, LaTeX) Hierauf ist zu achten:

  • Stets Absatz- und Formatvorlagen verwenden(insbesondere „Überschrift 1“ bis „Überschrift 6“)
  • Formatierungen für Aufzählungen und Nummerierungen verwenden
  • Mehrere Leerzeilen und Leerzeichenhintereinander vermeiden.
  • Visuelle Objekte (Bilder, Grafiken, Logos, …),die inhaltlich relevant sind (keine Schmuckbilder),mit Alternativtext versehenEinfache Tabellenstruktur verwenden undeinfache Spaltenüberschriften wählen
  • Auf gute Kontraste für Text- und Hintergrund- farben sowie ausreichende Schriftgröße(mindestens 11 Pt) achten.
  • Möglichst aussagekräftige Linktexte verwendenund QuickInfos hinterlegenEinen Titel sowie die Sprache für das Dokumenthinterlegen
  • Eine integrierte Überprüfung der Barrierefreiheitwird speziell in MS Word angeboten, allerdingsvon Version zu Version unterschiedlich gehand-habt. Über den Menüpunkt „Hilfe“ lässt sich in MS Word mittelsSuchfunktion die Suchenach „Barrierefreiheitüberprüfen“ anzeigen und aktivieren.

Altdokumente im PDF-Format

Pragmatischer Umgang mit alten PDF-Dokumenten (ohne Zugriff auf das Word-Original)

Alte PDF-Dokumente, für die kein Original vorhanden ist, werden standardmäßig

  • nicht nachträglich als PDF bearbeitet, um sie barrierefrei anzulegen
  • und nicht nachträglich als Worddokument angelegt, um daraus erneut ein PDF zu erzeugen,
  • diese Vorgehensweise würde großen Aufwand erfordern.

Empfohlen wird hier

  • alle relevanten Inhalte auszuwählen und zu kopieren,um sie auf eine CMS-Seite der FAU einzufügen;
  • zusätzlich müssen ggf. Überschriften korrigiert und Bilder/Grafiken mit Beschreibungen oder Alternativtexten versehen werden.
  • Die Webredaktion der FAU (webredaktion@fau.de) oder das Rechenzentrum unterstützen Sie gerne bei der Suche nach einem geeigneten Platz im CMS der FAU für die neu angelegte Webseite.

Umgang mit alten PDF-Dokumenten (mit Zugriff auf das Word-Original)

  • Im Word-Original lediglich die Überschriften sowie Bilder und Grafiken anpassen und es anschließend zusätzlich zum (neu erstellten) PDF bereitstellen.(Anmerkung des RRZE: Da auch PDF-Inhalte durch Dritte weiterverwendet werden können, bietet das PDF-Format gegenüber Word keinen höheren Schreibschutz vor Missbrauch von Inhalten.)

Umgang mit großen PDF-Dokumenten (erstellt mit Adobe InDesign oder Scribus)

  • Alle Maßnahmen für Dokumente, die mit Textverarbeitungssoftware erstellt wurden, gelten auch hier.
  • Das RRZE greift zur Nachbearbeitung umfangfreicher PDF-Dokumente mitunter jedoch auf externe Agenturen zurück.
  • Das Webteam des RRZE der FAU ( webmaster@fau.de) unterstützt Sie gerne bei der Suche nach einer geeigneten Agentur.

Web first“

Diese Maxime besagt, dass Dokumente so anzulegen sind, dass sie die Vorgaben zur Barrierefreiheit im Web einhalten; Layoutwünsche, die sich an einer Printveröffentlichung orientieren, sind zu vernachlässigen.

  • Inhalte sind dadurch besser auffindbar (auch durch Suchmaschinen).
  • Inhalte sind auf mobilen Endgeräten besser lesbar,da sich die Ausgabe an die Größe des Bildschirmsanpassen lässt.

Schulungsangebot

Das IT-Schulungszentrum des RRZE:

  • vermittelt die technischen Grundlagen zum Erstellenbarrierefreier Dokumente in seinen Kursen „WordGrundkurs“ und „Wissenschaftliche Arbeiten mit Word“
  • ergänzt zeitnah sein reguläres Angebot um den Kurs„Barrierefreie Dokumente leicht erstellt mit Word“, der speziell die für die Barrierefreiheit wichtigen Punkte der beiden Word-Kurse vereint.
  • bietet zusätzlich für die ZUV auch Sonderkurse zum Erstellen neuer Dokumente mit Word an; bei Interesse wenden Sie sich bitte an Frau Aydin(Referat P7, melek.aydin@fau.de)

Das Büro für Gender und Diversity (BGD) und der Behindertenbeauftragte für Studierende der FAU:

  • bieten für die Zielgruppe Lehrende regelmäßig den Workshop „Beeinträchtigt studieren“ an, in dem auch auf die Erstellung barrierearmer Lehr- und Lernmaterialien eingegangen wird.

Beratung

Diese Beratungsstellen stehen an der FAU zum Thema „digitale Barrieferfreiheit“ zur Verfügung:

Digitale Barrierefreiheit / Barrierefreiheit in Webauftritten der FAU

E-Mail: wolfgang.wiese@fau.de / webmaster@fau.deURL: www.wordpress.rrze.fau.de/tutorials/a11y/

Bei außergewöhnlichen Fragen zu Office-Produkten verweist das RRZE ggf. auf geeignete Ansprechpersonen, da der originäre Schwerpunkt des RRZE auf Webanwendungen und -auftritten liegt.

Anfragen zu IT-Schulungen und -Fortbildungen E-Mail: schulungszentrum@fau.deURL: www.kurse.rrze.fau.de

Büro für Gender und Diversity E-Mail: gender-und-diversity@fau.de URL: www.gender-und-diversity.fau.de/

Weiterführende Links

Das Büro für Gender und Diversity (BGD) stellt auf seiner Webseite umfangreiche Informationen und Links zu barrierefreier Lehre bereit, die weitgehend auch für Verwaltungsfragen hilfreich sind.www.gender-und-diversity.fau.de/diversity/inklusion-an-der-fau/barrierearme-lehre-informationen-fuer-lehrende-und-studierende/

J. Nehlsen, W. Wiese (2019): Leitfaden digitale Barriere-freiheit. Bessere Benutzerfreundlichkeit, Suchmaschinenoptimierung und Inklusion: Einfach für alle! www.gender-und-diversity.fau.de/files/2020/08/rrze-2019-leitfaden-digitale-barrierefreiheit.pdf

K. Emmerdinger, A. Gegenfurtner, W. Stern (2017): Leitfaden für Lehrende. Digitale Barrierefreiheit für sensorisch behinderte Menschen mit Sehbehinderung. (Checkliste auf S. 19)www.gender-und-diversity.fau.de/files/2020/08/th-deggendorf_inklusive_hochschule_leitfaden-fuer-lehrende-sehbehinderung_20171129.pdf

Philipps-Universität Marburg, Fachbereich Erziehungswissenschaften (2016): Handreichung zur Erstellung und Umsetzung barrierefreier Dokumente in der Lehre. (Checkliste auf S. 11)www.uni-marburg.de/de/fb21/fachbereich/digitale-lehre-21/hr-barrierefreie-dokumente-onlineversion_ol.pdf